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Maronen zubereiten

Artikel von: Nadia Hassani  |  Bild von: Barbara Sauermann
Maronen zubereiten
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Mit Maronen kann man allerhand machen: frisch geröstet einfach so essen, Geflügel damit füllen oder in herzhaften Gerichten und Desserts verwenden. Hier finden Sie Tipps für den Kauf von Maronen und ihre Zubereitung.

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Edelkastanien oder Maronen?

Esskastanien sind nicht gleich Esskastanien. Im Handel werden zwei verschiedene Arten angeboten.

Edelkastanien sind kleiner als Maronen. Die sind eher rund und einseitig abgeflacht. Die Schale ist meist dunkler und holzig-ledrig. Ihr Fruchtfleisch ist stark eingekerbt und die braune Samenhaut ist schwerer abzulösen als die von Maronen. Edelkastanien sind weniger gut haltbar und trocknen leichter aus als Maronen. Auch ist ihr Geschmack weniger intensiv.

Maronen sind ei- oder herzförmig und haben eine flache, dreieckige Unterseite. Ihre rötlich-braune, oftmals gestreifte Schale ist heller und glänzender als die von Edelkastanien. Das Fruchtfleisch ist nicht so stark segmentiert wie das von Kastanien. Maronen haben auch ein glätteres Fruchtfleisch als Edelkastanien und sind deswegen leichter zu schälen. Der Geschmack von Maronen ist intensiver und sahniger als der von Edelkastanien.
Qualitätstest
Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Maronen keine Wurmlöcher aufweisen. Ein untrügliches Zeichen von Frische sind pralle, glänzende Maronen. Matte und stumpfe Maronen sind alt und eingetrocknet.

Die Qualität von Kastanien lässt sich auch testen, indem man die Früchte in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser legt. Frische Kastanien gehen unter, alte und wurmige Kastanien schwimmen an der Wasseroberfläche.
2 Bild Maronen zubereiten Schritt 2
Kochen oder rösten?

Bei der Zubereitungsmethode gehen die Meinungen auseinander. Man kann die Kastanien in sprudelndem Wasser etwa 6 Minuten kochen, was das Schälen erleichtert, aber den Geschmack beeinträchtigt.

Die gängigere Methode ist das Rösten von Maronen im Ofen. Kochen oder Rösten verwandelt den hohen Stärkanteil von Maronen in Zucker. Maronen haben doppelt so viel Stärke wie Kartoffeln und sind deswegen besonders sättigend. Man rechnet pro Person etwa eine gute Handvoll.

Ganz gleich, ob gekocht oder geröstet, die Schale und die bittere Samenhaut müssen vor dem Verzehr entfernt werden.

3 Bild Maronen zubereiten Schritt 3
Maronen rösten

Maronen vor dem Rösten auf der gewölbten Oberseite kreuzweise mit einem scharfen Messer einritzen. Dabei darauf achten, nur nicht die Schale, sondern auch die darunter liegende braune Samenhaut einzuritzen. Dies verhindert, dass die Maronen unter starker Hitzeeinwirkung "explodieren".
Man kann die Kastanien auch vor dem Rösten uneingeritzt 1 Stunde lang in eine Schale mit kaltem Wasser legen. Danach muss die Schale mit der darunter liegenden braunen Samenhaut wie beschrieben eingeritzt werden. Eingeweichte Maronen lassen sich leichter einritzen, weil die Schale weicher ist.
4 Bild Maronen zubereiten Schritt 4
Maronen werden im vorgeheizten Backofen bei 180 bis 200 C geröstet. Die zuvor eingeritzten Maronen werden auf das heiße Backblech gelegt. Wenn man die Maronen vorher eingeweicht hat, zischt es – also Vorsicht vor dem heißen Dampf! Wenn man vor dem Rösten etwas Wasser um die Maronen sprenkelt, geht das Schälen einfacher.

Die Garzeit der Maronen beträgt je nach Größe 15 bis 25 Minuten. Sie sind gar, wenn sich die Schale nach außen biegt bzw. aufplatzt. Anschließend müssen die Schale und die Samenhaut darunter entfernt werden. Bitte wieder vorsichtig sein, denn die Kastanien sind heiß!

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Schälen leicht gemacht

Wenn man die Maronen nach dem Rösten mit einem feuchten Geschirrtuch bedeckt, platzt die Schale noch etwas mehr auf und sie lassen sich leichter schälen. Gelegentliches Besprenkeln der Maronen während des Röstens hat den gleichen Effekt. Wenn die Schale sich schwer ablöst, kann man die Maronen nach dem Rösten auch einige Minuten in Salzwasser kochen. Der Geschmack ist dann allerdings weniger intensiv, daher sind die Maronen am besten zur Weiterverwendung in Rezepten mit Maronen verwenden.
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Maronen lagern

Frische Maroni halten sich bei Zimmertemperatur 1 Woche und in einem perforierten Plastikbeutel im Kühlschrank 1 Monat. Ungeschälte Maronen kann man bis zu 6 Monaten einfrieren.

Gare und geschälte Maronen müssen im Kühlschrank gelagert und nach wenigen Tagen aufgebraucht werden. Eingefroren halten sie sich 6 Monate.

Geröstete Maronen kann man nach dem Schälen warm aus dem Ofen essen, nach Belieben mit etwas Salz und Butter.

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Erprobte Rezepte mit Maronen finden Sie hier.
Quelle des Artikels:
Allrecipes

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