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Gartenbewässerung

Artikel von: Ted Rosen  |  Bild von: Ted Rosen
Gartenbewässerung
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Wann und wieviel man gießt, ist sehr wichtig für das Gedeihen Ihres Gemüsegartens. Eine gesunde Pflanze besteht zu mehr als drei Vierteln aus Wasser. Ohne Zufuhr von Wasser kann sie nicht wachsen, welkt und stirbt. In diesem Artikel werden die Grundlagen der Gartenbewässerung erläutert.

Auf Wurzeltiefe bewässern
Bild Gartenbewässerung Schritt 2
Die meisten Gemüsepflanzen und kleinen Früchte brauchen eine Niederschlagsmenge von 3 cm pro Woche. Diese Menge an Regen sollte die Erde 2-3 Faustdicken tief benässen, was der Tiefe der meisten Gemüsepflanzenwurzeln entspricht. Wenn es nicht genug regnet, muss gegossen werden. Um die Niederschlagsmenge am besten abzuschätzen, hilft es, einen Niederschlagsmesser aufzustellen oder auch dem Wetterbericht zu folgen. Tiefe Bewässerung etablierter Pflanzen führt zur Ausbildung tiefliegender Wurzelsysteme. Kurzes oberflächliches Wässern hingegen führt zu oberflächlichem Wurzelwachstum, wodurch die Pflanzen schneller austrocknen. Außerdem können die Pflanzen durch Wind und starke Regenfälle leichter entwurzelt werden.
Graben Sie mit einer kleinen Gartenschippe eine Rinne um einzelne größere Pflanzen herum, dann wird das Wasser eingeschlossen und versickert anstatt wegzufließen.
Junge Pflanzen feucht halten
Junge Pflanzen und Setzlinge sollten in den ersten zwei Wochen nach dem Pflanzen ständig feucht gehalten werden. Dies ermöglicht dem Wurzelwerk einen guten Start. Dabei junge Pflanzen vorsichtig gießen. Am besten die Spritzpistole des Gartenschlauches auf weichen Strahl stellen und den Wasserhahn nicht ganz aufdrehen, damit beim Wässern keine Erde von den empfindlichen jungen Wurzeln ausgewaschen wird.
Gießtechnik
Bild Gartenbewässerung Schritt 4
Wenn Sie das Wurzelwerk gezielt wässern wollen, eignet sich eine Gießkanne sehr gut.
Bild Gartenbewässerung Schritt 5
Erwachsene Pflanzen lassen sich leicht mit dem Gartenschlauch gießen. Dabei den Hahn nur so weit aufdrehen, dass der Schlauch leicht tröpfelt und diesen dann langsam von Pflanze zu Pflanze zu bewegen. Diese Methode eignet sich gut, wenn Sie genug Zeit zum Gießen haben.
Wenn Sie eine Spritzpistole mit einem armlangen Stiel verwenden, kann der Wasserdruck auch erhöht werden. Das Gießen geht dann etwas schneller. Der Stiel erleichtert das Gießen am Fuß erwachsener Pflanzen und schont dabei den Rücken.
Bild Gartenbewässerung Schritt 6
Tropfrohre und Tropfschläuche sind für viele Pflanzenarten und Gartenanlagen geeignet und sparen Wasser und Zeit. Druckkompensierende Tropfrohre geben je nach Wasserdruck tropfenweise Wasser an den Boden ab.
Perforierte Tropfschläuche können auf zweierlei Arten verwendet werden: Sie geben Wasser entweder direkt nach unten an den Boden ab oder man kann sie umdrehen und wie einen Sprinkler benutzen. Es ist am praktischsten, die Tropfschläuche während der ganzen Saison an derselben Stelle im Garten liegen zu lassen. Bei Bedarf kann man sie aber auch vorsichtig bewegen.
Wenn der Tropfschlauch nicht wässern will...
kann das daran liegen, dass der Wasserdruck zu hoch ist, dann können die Löcher im Schlauch zugedrückt werden und er tropft nicht. Wasserhahn daher nicht ganz aufdrehen.
Wasser sparen und Unkraut verhindern
Bild Gartenbewässerung Schritt 8
Wenn sie den Boden 2-3 daumendick mit Mulch bedecken, sparen Sie Wasser und verringern das Wachstum von Unkraut. Mehr Informationen hier.
Bild Gartenbewässerung Schritt 9
Man kann auch schwarze Plastikfolie zum Wassersparen und Eindämmen des Unkrautwachstums einsetzen. Im Sommer kann das schwarze Plastik allerdings die Bodentemperatur stark erhöhen. Manche Pflanzen mögen Hitze, andere jedoch leiden darunter. Um die Folie zu kühlen, mit Mulch oder Laub bedecken. Während der Wachstumsphase der Pflanzen muss die Öffnung im Plastik vergrößert werden, um weiterhin das Bewässern zu ermöglichen.
Bild Gartenbewässerung Schritt 10
Denken Sie daran, Ihre Pflanzen zu beschatten. Schatten schützt Ihre Pflanzen in großer Sommerhitze vor dem Welken, spart Wasser (und Gießen!) und hilft den Pflanzen, Wasser zu speichern. Bei der Gartenplanung sollte man bedenken, wohin große Pflanzen und Bäume im Sommer ihre Schatten werfen. Pflanzen, die in der Sommersonne leicht welken, wie z. B. Salat, können auch zeitweise mit einem speziellen Schattennetz beschattet werden.
Bild Gartenbewässerung Schritt 11
Windschutz: Wind trocknet Pflanzen aus. Vorübergehender oder permanenter Windschutz spart Wasser und schützt vor Entwurzelung durch Wind oder heftige Gewitter.
Regelmäßig zur richtigen Zeit wässern
Gießen zur richtigen Zeit:. Jede Pflanzenart hat eine kritische Bewässerungsphase, normalerweise wenn die Ausbildung von Blumen und Früchten in vollem Gange ist. Wenn Sie die Pflanzen in dieser kritischen Phase zu wenig wässern, kann das Wachstum verzögert oder ganz aufgehalten werden. In den Artikeln zu den einzelnen Pflanzenarten können Sie die kritische Bewässerungsphase nachlesen. Lassen Sie die Pflanze niemals soweit austrocknen, dass sie zu welken beginnt, denn das strapaziert die Pflanze sehr. Sollte eine Pflanze doch einmal anfangen zu welken, sofort gießen.
Morgens gießen: Die beste Zeit zum Gießen sind die Morgenstunden. Vermeiden Sie es, am Abend zu gießen, da nasse Blätter über Nacht eher Krankheiten ausgesetzt sind. Wenn Sie spät am Tag gießen müssen, versuchen Sie nur unten an den Wurzeln zu wässern.
Bild Gartenbewässerung Schritt 15
Bewässern ausgetrockneter Böden. Wässern Sie sehr trockene Erde zweimal hintereinander. Ausgedörrte Böden nehmen zunächst kein Wasser an. Gießen Sie Ihren Garten kurz, dann warten Sie eine Weile und gießen ein zweites Mal. Sie werden sehen, dass der Boden das Wasser nun besser aufnimmt.
Wenn die Erdoberfläche bereits hart geworden ist, brechen Sie sie vor dem Bewässern mit einem Messer auf.
Wasser sparen
Bild Gartenbewässerung Schritt 17
Regenwasser kostet nichts! Eine Regentonne ist eine gute umweltfreundliche Investition. Stellen Sie die Regentonne unter den Abfluss Ihrer Dachrinne, um das Regenwasser aufzufangen. Es kann dann zum Gießen verwendet werden, entweder mit einer Gießkanne oder indem Sie einen Wasserschlauch an den Abfluss der Regentonne schließen. Wenn die Regentonne an einem höher gelegenen Ort steht als Ihr Garten, fließt das Wasser aufgrund der Schwerkraft automatisch ab.
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