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Neuanlage eines Gartens: Lage, Planung und Bodenvorbereitung

Artikel von: Ted Rosen  |  Bild von: Ted Rosen
Neuanlage eines Gartens: Lage, Planung und Bodenvorbereitung
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Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie Sie die richtige Lage für den Garten auswählen, eine Pflanzungskarte erstellen, die richtigen Anbaubedingungen für Samen und Pflanzen erfahren, wo Sie was pflanzen sollten und wie Sie die Erde vor dem Säen aufbereiten.

Man braucht keineswegs einen Garten, um Gemüse und Kräuter aus Eigenanbau zu genießen. Eine sonnige Terasse oder ein Balkon reichen aus, um aus Topfkultur eine gute Ernte zu erhalten.

Trocken und sonnig soll es sein
Bild Neuanlage eines Gartens: Lage, Planung und Bodenvorbereitung Schritt 2
Ein Kräuter- oder Gemüsegarten sollte dort angelegt werden, wo er das meiste Sonnenlicht bekommt. Es sollte außerdem windgeschützt sein und das Wasser sollte gut ablaufen können, damit sich keine Pfützen bilden. Gemüse und kleine Früchte brauchen mindestens 6, besser 8-10 Stunden Sonnenlicht und sollten auf einem ebenen, aufgelockerten Boden mit guter Wasserableitung gepflanzt werden, um Übernässung zu verhindern. Stellen neben einer Mauer oder unter einem schattenwerfenden Baum sind ungeeignet.

Beim Auswählen der Gartenlage sollte man bedenken, dass man die Pflanzen regelmäßig gießen muss. Einfacher Zugang zu Wasser, wie z. B. ein Gartenschlauch, erleichtert das Gärtnern ungemein.

Behalten Sie mögliche Risiken im Auge. Wenn der Rasen des Nachbarn allzu perfekt aussieht und sich darin keine Spur von Unkraut sehen lässt, liegt die Annahme nahe, dass er Pestizide und Herbizide verwendet. In diesem Fall sollte man den Garten soweit wie möglich vom Nachbargrundstück entfernt anlegen. Der größte Vorteil bei der Anpflanzung von eigenem Gemüse und Früchten ist die Gewissheit, dass die Pflanzen biologisch und ohne gesundheitsschädliche Pestizide und Herbizide gewachsen sind.
Bei den Nachbarn Rat einholen
Fragen Sie ruhig bei Ihren Nachbarn nach, wie und warum sie die Lage ihres Gartens ausgwählt haben! Ihre Nachbarn haben garantiert eine Menge nützlicher Tipps.
Erstellen einer Pflanzungskarte
Bild Neuanlage eines Gartens: Lage, Planung und Bodenvorbereitung Schritt 4
Messen Sie den zur Verfügung stehenden Platz für Ihren Garten ab. Wenn Sie jede Menge Platz haben und nicht genau wissen, wie groß der Garten sein soll, lieber erstmal klein anfangen. Man kann den Garten immer noch vergrößern, wenn man etwas mehr Erfahrung hat. Bei der Planung sollte man auch daran denken, extra Platz zu lassen und Wege zu bilden, damit man Unkraut jäten und ernten kann. Sie brauchen unter Umständen einen Zaun, um den Garten vor Hunden, Katzen, Hasen und anderen Eindringlingen zu schützen.

Zeichnen Sie eine Karte, auf der Sie die Positionen der einzelnen Anpflanzungen markieren. Ordnen Sie die Pflanzen nach Pflanzenfamilie und Höhe an. Sie sollten vermeiden, dass z.B. hohe Tomatenpflanzen einen Schatten auf niedrige Kräuter werfen. Größere Pflanzen und Rankgerüste am besten an die nördliche Seite des Gartens setzen. Ausdauernde Pflanzen (z.B. Rhabarber, kleine Früchte) sollten an den Seiten angepflanzt werden, damit sie das alljährliche Umgraben nicht behindern.

Man sollte bedenken, dass alle Pflanzen wachsen. Aus kleinen Samen werden große Pflanzen, die dementsprechend Platz zum Wachsen brauchen. Ebenfalls ist der eigene Zugang zu bedenken. Wenn man z.B. Tomaten erntet, muss man sie rundherum in jeder Höhe gut erreichen können und sich eventuell hinknien. Mehr Informationen zu Pflanzungsabständen und Größen der Pflanzen finden Sie in den einzelnen Artikeln zu verschiedenen Pflanzensorten.

Verwenden Sie für jede Pflanzenfamilie in Ihrer Pflanzungskarte einen anders farbigen Stift. Wenn Sie diese Farbkodierung jedes Jahr beibehalten, erleichtert dies die Übersicht bei der Fruchtfolge.
Pflanzenfamilien
Es gibt ungefähr ein Dutzend Pflanzenfamilien. Man sollte Pflanzen der gleichen Familie nicht öfter als alle zwei Jahre an der gleichen Stelle anpflanzen.
Berechnung des Ertrages
Bild Neuanlage eines Gartens: Lage, Planung und Bodenvorbereitung Schritt 6
Um zu berechnen, wieviel man anpflanzen muss, sollte man zunächst schätzen, wieviel Obst und Gemüse man isst. Dabei sollte man unterscheiden zwischen Pflanzen, die man frisch und in kleinen Mengen isst (z. B. Salat) und die während der Saison fortlaufend angepflanzt werden, und Pflanzen, die man einfrieren oder einmachen kann (z.B. Tomaten, Beeren).

Der Ertrag hängt außerdem von den Wetterbedingungen (Sonnenlicht, Nässe, etc.) ab, die sich jedes Jahr ändern können. Wenn die Zeit zum Ernten kommt, sollten Sie gut vorbereitet sein, damit Sie das Erntegut schnell pflücken, kühlen und verarbeiten können.
Nicht alle Sorten haben den gleichen Ertrag
Wählen Sie die Pflanzensorten sorgsam aus: eine Kirschtomatenpflanze hat einen anderen Ertrag als eine Fleischtomatenpflanze.
Garten-Tagebuch
Bild Neuanlage eines Gartens: Lage, Planung und Bodenvorbereitung Schritt 8
Notieren Sie in einem Tagebuch oder Kalender, welche Sorten Sie anpflanzen, wann Sie aussähen, pflanzen, düngen und vermerken Sie außergewöhnliche Ereignisse wie Insektenbefall, starke Regenfälle, Dürre oder späten Frost. Schreiben Sie auf, wann und wieviel Sie ernten. Heben Sie das Tagebuch und die Pflanzungskarte gut auf. Sie sind eine große Hilfe bei der Auswahl von Samen und Pflanzen und bei der Durchführung der Fruchtfolge in kommenden Jahren.

Denken Sie daran aufzuschreiben, welche Samen und Pflanzensorten besonders gut in Ihrem Garten gediehen sind, oder heben Sie die Samenpackung auf, so dass Sie dieselbe Sorte wieder kaufen können. Sich verschiedene Sorten über mehrere Jahre im Kopf zu merken ist schwierig.
Als Gärtner muss man immer dranbleiben
Einen Garten anzulegen ist keine einmalige Sache. Man muss die ganze Saison dranbleiben und Unkraut jäten, aussähen und bestimmte Pflanzensorten (z. B. Salat) fortlaufend anpflanzen.
Bodenvorbereitung
Bild Neuanlage eines Gartens: Lage, Planung und Bodenvorbereitung Schritt 10
1. Vor dem Aussähen und Pflanzen muss man als erstes den Boden vorbereiten. Dazu mit einer Grabegabel oder einem Spaten zuerst den Rasen, Gras oder Unkraut entfernen (nicht vergessen, die Wurzeln mit auszugraben!). Große Steine und Müll wegschaffen und harte Böden unter Umständen mit der Grabegabel aufbrechen.

2. Sobald die Erde aufgelockert ist, an einem Ende des Gartens beginnend zwei Schaufeln tief eine Rinne längs oder quer durch den Garten schaufeln. Wenn man am anderen Ende angekommen ist, umdrehen und gleich neben der ersten eine zweite Rinne schaufeln und die herausgeschaufelte Erde in die erste Rinne geben. Weil man zwei Schaufeln voll von der gleichen Stelle nimmt, nennt man diesen Vorgang "doppelt Umgraben". Man kann das Umgraben auch gleich zur Einarbeitung von Kultursubstrat, wie zum Beispiel Torf, Kompost und ähnlichem organischem Sediment nutzen.
Bild Neuanlage eines Gartens: Lage, Planung und Bodenvorbereitung Schritt 11
3. Als letzter Schritt zur Bodenvorbereitung wird das Beet mit einem Rechen eingeebnet und geglättet.
Lesen Sie auch den Artikel über Erde, Dünger, Mulch und Fruchtfolge. Sprechen Sie mit fachkundigem Personal in örtlichen Gärtnereien und Gartencentern über den Zustand des Bodens und Erdtyp in Ihrem Garten.
Nasse Erde vermeiden
Man sollte den Garten nicht umgraben, wenn die Erde nass ist, da sich der Boden dann verdichtet und unter Umständen hart wie Zement wird.
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Quelle des Artikels:
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