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Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine gute Ernte

Artikel von: Ted Rosen  |  Bild von: Ted Rosen
Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine gute Ernte
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Mit der richtigen Behandlung des Bodens, Zugabe von Kompost, der entsprechenden Menge Dünger und dem Befolgen der Regeln zur Fruchtfolge können Sie den Ernteertrag erhöhen und die Gesundheit ihres Gartens verbessern. Dieser Artikel beschreibt die Grundlagen zur Verwendung von Kultursubstrat, der Bodenbeschaffenheit, des Düngens, Mulchens und der Fruchtfolge.

Beimischung von organischem Kultursubstrat
Bild Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine gute Ernte Schritt 2
Die Zugabe von organischen Materialien, sogenannten "Kultursubstraten", kann den Bodenzustand verbessern. Das ideale Substrat für Ihren Garten ist Kompost. Dieser lässt sich aus Küchen- und Gartenabfällen, Blättern und abgemähtem Gras leicht selber herstellen. Informationen dazu finden Sie im Artikel Kompost.

Wieviel organisches Material man in den Boden einarbeiten muss, kommt auf den Zustand und die Art des Bodens an. Wenn man Böden mit einem hohen Anteil Ton oder Sand hat, muss man Kompost und Lehm dazugeben. Lehm ist Erde mit einer 2:2:1 Mischung aus Sand, Schluff und Ton. Wenn der Boden bereits viel Humus und organische Materialien enthält, sollte man zur Verbesserung der Wasserleitung Sand einarbeiten. Böden in kalten Klimazonen haben meist einen höheren Anteil an Kultursubstraten als Böden in warmen Klimaten.
Testen der Erdbeschaffenheit
Richtig vorbereitete Erde lässt sich in der Hand zusammendrücken und mit dem Daumen leicht in zwei Teile spalten.
Messen der Bodenfruchtbarkeit
Bild Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine gute Ernte Schritt 4
Bodenfruchtbarkeit lässt sich über den pH-Wert bestimmen. Böden, die einen pH-Wert unterhalb des Neutralwertes pH 7 haben, werden als saure Böden bezeichnet. Böden mit pH über pH 7 sind basische oder alkalische Böden. Die meisten Pflanzen wachsen gut in Erde mit pH-Werten zwischen 6,2 und 6,8, manche Gemüsesorten und kleine Beeren haben jedoch andere Anforderungen. Wenn der pH-Wert ihres Bodens zu niedrig oder zu hoch ist, wird das Wachstum ihrer Pflanzen beeinflusst.
Für saure Böden (niedriger als pH 6,2) kann man Kalk zugeben, um den Boden basischer zu machen. Die erforderliche Menge können Sie auf der Herstelleranweisung der Packung nachlesen.
Messung des pH
pH- und Düngermesser sind eine gute Investition.
Dünger-Alphabet: N, P, K
Bild Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine gute Ernte Schritt 6
Pflanzen brauchen 17 Nährstoffe für normales Wachstum, darunter Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff ist verantwortlich für das Wachstum von kräftigen Stielen und Blättern. Phosphor unterstützt gesundes Wurzelwachstum, Blüten- und Samenproduktion. Kalium verbessert die Gesundheit der Pflanzen und schützt gegen Krankheiten. Auf der Düngerpackung sind die jeweiligen Mengen an N, P und K, plus die der anderen 14 Nährstoffe und Spurenelemente in Prozenten angegeben.
Gärten müssen während einer Anbausaison mehrmals gedüngt werden. Die meisten Dünger sind Granulate, die mit dem Rechen in die trockene Erde eingearbeitet werden. Manche Gärtner mischen Dünger lieber mit Wasser oder kaufen fertig gemischte Flüssigdünger in der Sprühflasche. Dünger-Granulate geben die Nährstoffe langsamer ab, während Flüssigdünger bei einem Nährstoffdefizit schneller Abhilfe schaffen.
Ganz gleich, welche Art Dünger Sie benutzen: Weniger ist mehr! Nicht alle Pflanzen müssen gleichviel gedüngt werden. Man kann nicht für die ganze Saison an einem Nachmittag düngen. Zuviel Düngen ist schädlich und kontraproduktiv. Es ist besser, zu wenig Dünger zu benutzen als zuviel. Lesen Sie den Artikeln zu den einzelnen Pflanzen nach, wieviel Dünger sie jeweils benötigen.
Düngen, wenn es trocken ist
Man sollte den Boden dann düngen, wenn die Blätter der Pflanzen trocken sind. Wenn Dünger-Granulat auf einem nassen Blatt landet, kann das für das Blatt ätzend wirken und dieses beschädigen. Sollte es doch einmal passieren, den Dünger vorsichtig abstreifen oder abwaschen.
Mulch: speichert Wasser, stoppt Unkraut
Bild Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine gute Ernte Schritt 8
Als Mulch wird organisches Material bezeichnet, das man um die Nutzpflanzen herum zum Abdecken auf die Erde legt. Mulch hält den Boden feucht und verhindert das Wachstum von Unkraut.
Wenn man nicht mulcht, kann das Wässern und Unkrautjäten viel Arbeit bedeuten. Die Zeit, die man fürs Mulchen braucht, gewinnt man später um ein Vielfaches zurück.
Zum Mulchen eignet sich jedes organische Material, auf dem kein Unkraut wächst, z. B. gemahlene Rinde, Sägespäne, Stroh (kein Heu verwenden, das steckt voller Samen), getrocknetes Gras ohne Herbizide, Zeitung (zerschnitzelt oder ganze Seiten) oder Wellpappe. Mulch mindestens 2-3 Daumen breit auf der Erde verteilen.
Schwarze Plastikfolie eignet sich auch zum Abdecken anstelle von Mulch. Die Folie vor dem Pflanzen auf das Beet legen und die Ränder mit Erde und Steinen beschweren. Zum Pflanzen mit einem Universalmesser kleine Schlitze in das Plastik schneiden. Während die Pflanzen wachsen, die Öffnungen entsprechend vergrößern, so dass die Wurzeln beim Regnen oder Gießen mit Wasser versorgt werden.
Pflanzenfamilien und Fruchtfolge
Fruchtfolge ist eine Art „Reise nach Jerusalem“ zwischen verschiedenen Pflanzenfamilien (siehe unten). Pflanzen von derselben Familie entziehen dem Boden bestimmte Nährstoffe oder reichern ihn damit an. Man sollte Pflanzen der gleichen Familie nicht öfter als alle zwei Jahre an der gleichen Stelle anpflanzen.
Manche Pflanzenfamilien entziehen dem Boden Nährstoffe und brauchen eine größere Menge an Dünger. Andere Pflanzenfamilien geben Nährstoffe an den Boden ab. Wenn man die Fruchtfolge im Auge behält und sich merkt, was man wo gepflanzt hat, kann man den Garten gesund und ertragreich halten ohne übermäßg düngen zu müssen. In den Artikeln zu den einzelne Pflanzenarten erfahren Sie, wieviel Dünger Sie jeweils brauchen.
Vor dem Anpflanzen oder Aussäen sollte man einen Plan nach den Prinzipien der Fruchtfolge erstellen. Für verschiedene Pflanzenfamilien kann man anders farbige Stifte nehmen, so dass man im nächsten Jahr den Anbau leichter planen kann.
Ausnahme von der Regel
Manche schnell wachsenden Pflanzen wie Salat kann man in der gleichen Wachstumsperiode 2-3 mal am gleichen Ort anpflanzen.
Wichtige Pflanzenfamilien
Es gibt mehr als ein Dutzend Pflanzenfamilien. Nachfolgend ist eine kleine Auswahl an Familien aufgelistet, die am häufigsten im Küchengarten angebaut werden.

Doldenblütler (Apiaceae): Karotten, Staudensellerie, Sellerieknollen, Kerbel, Koriander, Dill, Fenchel, Petersilie, Petersilienwurzel, Pastinaken.

Korbblütler (Asteraceae): Artischocke, Chicorée, Löwenzahn, Endiviensalat, glatte Endivie, Topinambur, Blattsalat, Radicchio, Estragon.

Kreuzblütler (Brassicaceae): Rukola, Brokkoli, Rosenkohl, Weißkohl, Blumenkohl, Blattkohl, Kresse, Meerrettich, Sareptasenf, Pak Choi, Radieschen, Grünkohl, Kohlrabi, Steckrübe, Kohlrübe, Brunnenkresse.

Fuchsschwanzgewächse (Chenopodiaceae): Rote Bete, Gartenmelde, Mangold.

Hülsenfrüchtler (Fabaceae): Bohnen, Erbsen, Sojabohnen, Saubohnen, Alfalfa.

Windengewächse (Convolvulaceae): Süßkartoffel.

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae): Gurke, Melone, Kürbis, Wassermelone, Riesenkürbis, gelbe und grüne Zucchini.

Süßgräser (Gramineae): Mais.

Lippenblütler (Lamiaceae): Basilikum, Majoran, alle Minzsorten, Oregano, Salbei, Rosmarin, Thymian, Lavendel.

Liliengewächse (Liliaceae): Spargel, Schnittlauch, Knoblauch, Lauch, Zwiebel, Frühlingszwiebeln, Schalotten.

Malvengewächse (Malvaceae): Okra.

Nachtschattengewächse (Solanaceae): Aubergine, Paprika, Kartoffel, Tomate, Tomatillo.

Baldriangewächse (Valerianaceae): Feldsalat.
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Quelle des Artikels:
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