Ansicht:
Zuletzt aktualisiert:

Kompost – das Gold des Gärtners

Artikel von: Ted Rosen  |  Bild von: Ted Rosen
Kompost – das Gold des Gärtners
1 von 6
<
>
Kompost ist der beste Dünger für Ihren Boden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie aus Gemüseabfällen Ihrer Küche und verschiedenem Gartenabfall wertvollen Kompost herstellen können.

Kompostieren – das Grundprinzip
Kompost oder Humus entsteht aus Bioabfällen, die durch Bakterien, Pilzen, Mikroben, Regenwürmer, Schnecken und Nacktschnecken zersetzt wurden. Kompostieren ist höchst umweltfreundlich: Bioabfälle landen nicht im Hausmüll und in der Verbrennungsanlage, sondern werden im eigenen Garten organisch in wertvollen Bodenzusatz umgewandelt. Kompost-Behälter, -Eimer und -Tonnen kann man in vielen verschiedenen Formen und Größen kaufen. Alle Kompostierer funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Biomaterialien werden in einem geschlossenen Raum mit Wasser und Sauerstoff versorgt und erzeugen Kompost. Aber Sie brauchen Geduld – bis die erste Ladung Kompost fertig ist dauert es ungefähr ein Jahr.
Kompost-Quellen
Bild Kompost – das Gold des Gärtners Schritt 4
Biomaterial zum Kompostieren hat zwei Grundformen vor: frisches, grünes Material und braunes, holziges Material.
Frisches, grünes Material umfasst Gemüseabfälle , Kaffeesatz, frisch geschnittenes Unkraut (vor der Samenausbildung) und gemähtes Gras ohne Herbizide oder Pestizide. Das frische Kompostmaterial hat einen besonders hohen Stickstoffanteil.

Braunes, holziges Material umfasst Laub, Stroh (kein Heu, es enthält Samen), unbeschichtetes Zeitungspapier, Wellpappe, Holzschnitzel, Sägespäne und kleine Zweige. All diese Materien haben einen hohen Anteil an Kohlenstoff.

Getrocknete Pferdeäpfel, Kuhfladen, Hühner- und Schweinemist sind ebenso wie die grünen Biomaterialien sehr stickstoffreich und können dem Kompost zusätzlich beigemischt werden. Frischer, noch warmer Dung, der noch nicht getrocknet ist, darf allerdings nicht zum Kompost gegeben werden.
Unkräuter kompostieren
Jedes blattartige Abfallmaterial, inklusive Unkräuter, die noch keine Samen produziert haben, kann problemlos kompostiert werden.
Funktionsweise von Kompostierern
Bild Kompost – das Gold des Gärtners Schritt 6
Ein Kompostierer benötigt die kontinuierliche Zugabe von grünen und holzigen Materialien sowie Wasser und Sauerstoff. Ideal ist ein Verhältnis von 30 Teilen braunen auf 1 Teil grünen Materialien. Es muss außerdem soviel Wasser zugefügt werden, dass die Mischung im Kompostierer feucht aber nicht durchnässt ist. Aber keine Sorge: sollten Sie ein bisschen mehr oder weniger trockenes Material darin haben, funktioniert der Prozess meist trotzdem. Vermeiden Sie jedoch jegliche Materialien, die mit Pestiziden oder Herbiziden gespritzt wurden.

Je nach den örtlichen Bedingungen (Lufttemperatur, Feuchtigkeit, Materialien) kann es mehrere Monate dauern, bis sich braune Komposterde am Boden Ihres Komposthaufens bildet und ein Jahr, bevor Sie den Kompost verwenden können. Aber das Warten lohnt sich!
Kompost stetig befüllen!
Sie werden überrascht sein, wie schnell sich Ihr Komposthaufen verdichtet und zusammenfällt und wie oft Sie neues grünes und braunes Material zugeben müssen, weil sich die tieferen Schichten zersetzt haben.
Lage und Größe des Kompostbehälters
Bild Kompost – das Gold des Gärtners Schritt 8
Stellen Sie Ihren Kompostbehälter an einer gut erreichbaren, ebenen Stelle im Garten auf. Ganz gleich, ob Sie eine gekaufte Plastiktonne oder einen selbst gebauten Komposthaufen mit Holzlatten-Begrenzung verwenden, benötigen Sie einen Bereich von ca. 1 x 2 m Größe. Während der Kompost reift, wird auch die Erde um den Haufen herum nährstoffreicher.
Kompostpflege und Aufsetzen
Bild Kompost – das Gold des Gärtners Schritt 10
Für effiziente Zersetzung sollte der Kompost feucht, aber nicht durchweicht sein. Bei einem Plastik-Kompostierer wird das gesamte Material nur von oben zugegeben. Der Zersetzungsprozess läuft von allein ab und am Boden des Kompostierers entsteht nährstoffreicher Humus. Holzkompostierer dagegen müssen normalerweise wöchentlich umgegraben werden, um eine gleichmäßige Zersetzung zu ermöglichen.

Bei trockenem Wetter muss der Kompost wöchentlich gegossen werden. Bei starken Regenfällen hingegen sollten Sie den Holzkompostierer mit einer Plastikplane abdecken, damit er nicht zu nass wird. Nach einigen Wochen wird der Kompost normalerweise in der Mitte heiß. Wenn der Komposthaufen allerdings stinkt oder nach Ammoniak riecht, bedeutet dass, das er wahrscheinlich zu nass ist oder die Materialien zu stark verdichtet sind. In diesem Fall sollten Sie den Komposthaufen zur Belüftung umgraben und trocknen lassen.
Bitte nur Gemüse und Obst!
Nur Gemüse- und Obstabfälle, Kaffeesatz und Eierschalen in den Kompost geben – kein Fleisch, Käse, Butter, Knochen oder Fett. Tierische Küchenabfälle verlangsamen den Zersetzungsprozess und locken Nagetiere und Schädlinge an.
Verwendung von Kompost
Bild Kompost – das Gold des Gärtners Schritt 12
Es dauert mindestens ein Jahr, bis sich der Kompost vollständig zersetzt hat und frei von größeren unzersetzten Bestandteilen ist. Der Kompost ist reif für die Verwendung im Garten, wenn er schwarz ist, einen neutralen erdigen Geruch hat und wenn seine Temperatur nur leicht höher als die der Luft ist. Unzersetzte Partikel, die kleiner als fingerdick sind, können der Gartenerde untergemischt werden.

Komposterde locker über der Gartenerde verteilen und mit einem Rechen, Schaufel oder einer Gartenkelle zu einer Tiefe von 1 oder 2 Handbreiten einarbeiten. Groben Kompost können Sie, anstatt ihn zur weiteren Zersetzung auf dem Kompost zu lassen, als Mulch verwenden: einfach auf die Gartenerde geben und höchstens 1 bis 2 fingerbreit in die Erde einarbeiten. Die rauhe Oberfläche des groben Komposts saugt Wasser auf, wohingegen fein strukturierte Komposterde beim Trocknen eine Kruste ausbildet, die wasserabweisend wirkt.

Für Topfpflanzen können Sie den Kompost mit Blumenerde mischen. Verwenden Sie aber nicht mehr als 25% Kompost pro Topf. Der Zersetzungsprozess von Kompost geht kontinuierlich weiter, was dazu führt, dass das Erdvolumen im Topf innerhalb von einem Jahr abnimmt.
Hier geht’s zu allen Gartenartikeln
Quelle des Artikels:
Allrecipes

Besprechungen/ Kommentare

Was meinen Sie? Geben Sie eine Besprechung oder einen Kommentar ab. Zum Einfügen Symbole anklicken.

Wie bewerten Sie den Artikel insgesamt?

Nicht sehr gut Wunderbar
Wie schwer war die Zubereitung?

Verlauf

Zuletzt angesehene Rezepte


Zuletzt eingegebene Suchen


Ähnliche Rezepte