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Topfkultur

Artikel von: Ted Rosen  |  Bild von: Ted Rosen
Topfkultur
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Pflanzkübel auf einem sonnigen Balkon oder einer Terasse sind eine tolle Alternative zum traditionellen Garten. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie beim Kauf von Kübeln, Erde und Pflanzensorten beachten sollten, wie Sie Ihre Topfpflanzen wässern und düngen und weitere Tipps, damit Ihre Topfkultur wächst und gedeiht.

Die richtige Lage für die Topfkultur
Pflanzkübel sollten an einem sonnigen Platz auf dem Balkon, der Terasse oder vorm Haus aufgestellt werden. Ihre Topfpflanzen brauchen mindestens 5 Stunden direktes Sonnenlicht am Tag, am besten 8 bis 10 Stunden. Wenn Sie Ihre Pflanzkübel vor eine weiße Wand oder eine mit Alufolie bedeckte Oberfläche stellen, können Sie das vorhandene Licht etwas intensivieren. Man kann auch Rollen an den Pflanzkübeln anbringen und sie im Laufe des Tages mit dem Sonnenlicht bewegen, um die Sonneneinstrahlung zu maximieren.
Auswahl der Pflanzgefäße
Bild Topfkultur Schritt 4
Pflanzkübel sind in den unterschiedlichsten Formen und Materialien im Handel erhältlich. Sie können Kunststoff- oder Tontöpfe, Pflanzboxen aus Zedernholz oder Balkonkästen, Fässer oder sogar recycelte Styropor-Boxen als Pflanzgefäße verwenden. Achten Sie darauf, dass das Holz für Ihre Pflanzkästen nicht mit hochgiftigen Holzschutzmitteln wie Teeröl oder Pentachlorphenol (PCP) behandelt wurde.
Kübel: Je größer desto besser
Je größer Ihr Pflanzkübel ist, desto besser. Gemüsepflanzen in Topfkultur benötigen erheblich mehr Erde als Zimmerpflanzen. Das Erdvolumen sollte mindestens 2 bis 3 Faustdicken tief, besser sogar noch tiefer sein. Die meisten Gemüsepflanzen brauchen einen Topf, dessen Durchmesser doppelt so groß ist wie die voll ausgewachsene Pflanze zur Erntezeit.

Unabhängig von Material und Größe müssen alle Pflanzgefäße Löcher am Boden haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Sonst bildet sich Staunässe und die Wurzeln verfaulen.

Außerdem brauchen Sie Untersetzer oder ähnliche Auffangwannen, um das ablaufende Wasser aufzufangen – besonders wenn Ihr Balkon direkt über dem Ihres Nachbarn gelegen ist. Hohe Pflanzen wie Auberginen und Kirschtomaten (im Gegensatz zu Salat oder Karotten) sind windanfällig und können leicht umkippen und abbrechen. Deshalb sollten solche Pflanzensorten in breiten, untersetzten Kübeln angepflanzt werden, was sie stabiler macht.
Wahl der Topferde
Bild Topfkultur Schritt 8
Sie sollten für Ihre Topfkulutur gekaufte Blumenerde verwenden, da diese speziell für diesen Zweck gemischt wurde und relativ leicht ist. Erde direkt aus dem Garten ist viel schwerer. Reine Substratmischungen ohne Erde, wie sie für Sämlinge verwendet werden, sind ebenfalls ungeeignet, da ihnen kein Kompost beigemischt wurde und sie bestimmte Nährstoffe, die zum Anpflanzen von Gemüse notwendig sind, nicht enthalten.

Ganz egal welche Blumenerde Sie verwenden, die Erde kann nur eine Saison verwendet werden und muss danach entsorgt und ersetzt werden, da alle notwendigen Nährstoffe danach verbraucht sind. Mehrjährige Pflanzen sind eine Ausnahme. Sie können 2 bis 3 Jahre im gleichen Topf wachsen und müssen erst umgetopft werden, wenn sie zu groß werden.

Die Kübel nicht bis zum Rand mit Erde befüllen: etwa eine Daumendicke vom unteren Rand Platz lassen, damit sich sich das Wasser halten kann.
Garten auf Rädern
Schwere Pflanzkübel in die Sonne oder aus der Sonne zu schleppen oder bei Wind und Sturm an einen geschützten Platz zu bringen, ist anstrengend, vor allem wenn Sie die Pflanzen gerade gegossen haben oder diese schnell wachsen. Wenn Sie unter den Kübeln Rollen anbringen oder die Kübel auf rollende Untersetzer stellen, erleichtert das die Arbeit ungemein.
Auswahl der Topfpflanzen
Bild Topfkultur Schritt 10
Sie sollten Pflanzensorten wählen, die kein ausgeprägtes Wurzelwachstum besitzen, z.B. Paprika, Kirschtomaten, Salat, Zwiebeln, Karotten und Kräuter. Gurken und Süßkartoffeln sind ebenfalls gute Sorten für die Topfkultur. Denken Sie daran, dass schwere und hohe Pflanzen leicht vom Wind umgeworfen werden können. Aus diesem Grund können Sie zwar Kirschtomaten, aber keine normal großen Tomaten in Kübeln anbauen. Genauere Informationen zu den einzelnen Pflanzensorten und ob sie für Topfkultur geeignet sind, finden Sie in den einzelnen Artikeln zu Gemüse- und Pflanzensorten.
Spezielle Sorten für die Topfkultur
Der Gemüsegarten als Topfkultur wird immer beliebter. Samenhersteller und Gärtnereien bieten heute eine stetig wachsende Auswahl an Pflanzensorten an, die speziell für die Topfkultur entwickelt wurden. Trotz kleinerer Wurzelballen und niedrigerer Höhe liefern sie oft einen Frucht- bzw. Gemüseertrag vergleichbar mit Pflanzen im Garten.
Wichtig: Regelmäßiges Gießen und Schutz
Bild Topfkultur Schritt 12
Pflanzen in Topfkultur müssen täglich ein- bis zweimal gegossen werden. Sie sollten jedes Mal soviel gießen, bis etwas Wasser aus den Abflusslöchern herausläuft. Weil sich nur eine relativ geringe Menge Erde im Topf befindet, muss man selbst bei Regen meist täglich gießen. Zuviel direktes Sonnenlicht, zu starke Hitze, die z.B. von Steinböden reflektiert wird, oder Wind sind Faktoren, die zum schnellen Austrocknen der Erde beitragen. Abhilfe schaffen Untersetzer mit Kies unter den Kübeln, die die Pflanzen vom heißen Boden isolieren. Sie können den Kübel auch mit einem Holzbrett abdecken, um die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Dies verlangsamt außerdem die Verdunstung und kühlt die Wurzeln. Tontöpfe geben Wasser schneller ab als Kunststofftöpfe und müssen deshalb häufiger gegossen werden. Prüfen Sie mit Ihrem Finger, ob die Erde feucht ist. Wenn sich die Erde trocken anfühlt, sofort gießen!
Mulchen spart Wasser
Wenn Sie 1 oder 2 Daumendick Mulch auf der Topferde verteilen, hilft das, Feuchtigkeit in der Erde zu halten. Mehr Informationen finden Sie unter “Mulchen” im Artikel Boden.
Düngen
Gekaufte vorgemischte Blumenerde enthält normalerweise genug Dünger für 8 bis 10 Wochen Pflanzenwachstum. Wenn die Wachstumsphase Ihrer Pflanzen länger ist, sollten Sie alle 2 bis 3 Wochen einen wasserlöslichen Dünger nach Packungsanleitung zugeben. Düngen Sie jedoch nicht zuviel. Zu viel Dünger stoppt das Pflanzenwachstum der Pflanzen und kann im schlimmsten Fall sogar zum Eingehen der Pflanzen führen.
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Quelle des Artikels:
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