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Kürbissorten

Artikel von: Nadia Hassani  |  Bild von: Ted Rosen
Kürbissorten
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Kürbisse gibt es in zahlreichen Formen, Farben und Größen, die auch geschmacklich sehr unterschiedlich sind. Wir helfen Ihnen, aus der angebotenen Kürbis-Vielfalt den passenden Kürbis für das Gericht auszusuchen, das Sie zubereiten möchten.

Kürbis ist sehr gesund, da er eine Vielzahl von Nährstoffen enthält, wie z.B. Beta-Carotin, einen wirkungsvollen Antioxidant, eine große Menge Potassium und auch Vitamin C, Ballaststoffe und Folsäure. Kürbis sollte nur gekocht verzehrt werden, und das nicht nur wegen des Geschmacks: beim Kochen, Dämpfen bzw. Garen im Ofen werden Carotenoide wie z.B. Beta-Carotin freigesetzt.

Worauf Sie beim Kürbis kaufen achten sollten
Kürbis wird im Sommer angebaut und im Spätsommer/Frühherbst geerntet. Wegen ihrer dicken Schale halten sich Kürbisse viel länger als ihre nahen Verwandten Zucchini. Obwohl man Kürbis oft bis ins Frühjahr kaufen kann, schmeckt er im Oktober und November am besten.

Untersuchen Sie den Kürbis beim Kauf genau. Er sollte fest und im Verhältnis zur Größe schwer sein und eine matte, harte Schale ohne Druck- und Schadstellen oder Schimmel haben.
Kürbis lagern
Kürbis sollte am besten an einem dunklen, gut belüfteten Platz bei 10 bis 15°C gelagert werden. Vermeiden Sie extrem heiße Plätze und direkten Lichteinfall.
Angeschnittene Kürbisse am besten in Klarsichtfolie einwickeln und im Kühlschrank lagern, wo sie sich bis zu fünf Tagen halten.
Kürbis sollte nicht im Ganzen eingefroren werden. Zum Einfrieren Kürbis schälen, würfeln und in Gefrierbeuteln verpacken. Für Kürbissuppe oder Kürbiskuchen den Kürbis am besten vorher garen, pürieren und das Kürbispüree portionsweise einfrieren.

Kürbis einmachen:
Kürbis allein ist nicht zum Einmachen geeignet, da er nicht den notwendigen Säuregehalt für lebensmittelhygienisch unbedenkliches Einmachen enthält (siehe Einkochen-Artikel). In Form von Chutney, Kürbismarmelade oder in Kombination mit anderen säurehaltigen Früchten kann Kürbis jedoch unbedenklich eingemacht werden, weil anderes Obst den erforderlichen Säure- und/oder Zuckergehalt beisteuern.

Gartenkürbis
Bild Kürbissorten Schritt 2
Der Gartenkürbis (meistens zur Art Cucurbita pepo gehörend) wird von Hobbygärtnern und Landwirten schon sehr lange angebaut und verzehrt. Gartenkürbisse sind rund oder länglich, ihre Schale kann grünlich bis hellgelb oder orange sein und das Fruchtfleisch ist gelb bis orange.
Der Gartenkürbis kann bis zu 100 Pfund auf die Waage bringen. Weil sein Fruchtfleisch weniger süß und aromatisch ist als andere Kürbisarten, eignet er sich am besten zum Einlegen, für Chutneys oder in stark gewürzten Gerichten mit Ingwer.

Rezepte mit Kürbis finden Sie hier.
Butternut Kürbis
Bild Kürbissorten Schritt 4
Der Butternut Kürbis (eine Unterart von Cucurbita moschata) ist klein bis mittelgroß und an seiner Birnenform leicht erkennbar. Die Schale von Butternut Kürbis ist cremefarben bis beige und glatt, das Fruchtfleisch ist orange und enthält relativ wenig Kerne. Butternut Kürbisse wiegen zwischen 2 und 5 Pfund.
Mit seinem süßen, buttrigen und faserarmen Fruchtfleisch eignet sich Butternut Kürbis vor allem für Kürbissuppen, Kürbisgratin, Kürbiskuchen und andere Nachtische mit Kürbis.
Butternut Kürbis kann entweder im Ofen oder im Dampfeinsatz gegart werden, wobei Ofengaren seinen süßen, buttrigen Geschmack intensiviert.
Butternut Kürbis lässt sich am einfachsten folgendermaßen schälen: Kürbis zunächst zwischen "Hals" und dem gerundeten unteren Teil in zwei Teile schneiden. Beide Teile schälen, dann den runden unteren Teil halbieren und die Kerne entfernen.

Rezepte mit Butternut Kürbis finden Sie hier.
Kabocha Kürbis
Bild Kürbissorten Schritt 6
Kabocha (eine Unterart von Cucurbita maxima) ist eine kleinere japanische Kürbisart, die einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreicht. Der Kürbis hat eine runde, flache Form, eine harte, unebene dunkelgrüne Schale mit unregelmäßigen hellen Streifen und orangefarbenes, faserarmes Fruchtfleisch.
Gekochter Kabocha schmeckt süßlich und hat eine cremige Konsistenz, die geschmacklich an gekochte Maronen erinnert, was dem Kürbis auch den Namen Kuri Kabocha eingebracht hat (Kuri ist japanisch für Maronen). Kabocha eignet sich auf Grund seines süßen Geschmacks besonders gut für Kuchen und Desserts, wie z.B Kürbis Parfait.
Kabocha kann man auf die verschiedensten Arten zubereiten, z.B. Dämpfen oder im Ofen garen. Wenn der Kabocha nicht zu groß ist, kann er auch im Ganzen gegart werden. Dann allerdings vorher mehrfach mit einer Gabel einstechen, damit er gleichmäßig gart.
Hokkaido Kürbis
Bild Kürbissorten Schritt 8
Hokkaido (eine Unterart von Cucurbita maxima) ist ein flacher runder Kürbis japanischer Züchtung mit leuchtend orangefarbener Schale und dunkel orangefarbenem Fruchtfleisch. Im Gegensatz zu anderen Kürbisarten hat der Hokkaido Kürbis eine sehr weiche Schale, die mitgegessen werden kann (allerdings sollte der Hokkaido aus biologischem Anbau sein).
Wegen seiner einfachen Zubereitung (kein Schälen) wird Hokkaido besonders gern für Kürbissuppen verwendet. Er kann aber auch im Dampfeinsatz oder im Ofen gegart werden, sowohl im Ganzen als auch in Stücken.

Unsere Sammlung für Rezepte mit Hokkaido finden Sie hier.
Spaghetti Kürbis
Bild Kürbissorten Schritt 10
Spaghetti Kürbis (eine Unterart von Cucurbita pepo) ist ein kleiner, länglicher Kürbis aus Japan. Spaghetti Kürbis wird bis zu 20 bis 30 cm lang und wiegt 2 bis 3 Pfund.
Spaghetti Kürbis wird in erster Linie wegen seiner ungewöhnlichen Textur verwendet: In gegarter Form kann das gelbe Fruchtfleisch mit einer Gabel herausgeschabt werden. Es sieht wie Spaghetti aus und ist eine kalorienarme oder glutenfreie Alternative zu Pasta.

Rezepte mit Spaghettikürbis finden Sie hier.
Bild Kürbissorten Schritt 11
Spaghetti Kürbis wird im Ganzen gekocht oder gegart. Dabei den Kürbis vorher mehrfach mit der Gabel einstechen, damit er gleichmäßig gart. Entweder in einen großen Topf mit soviel Wasser geben, dass der Kürbis komplett bedeckt ist, oder im vorgeheizten Ofen bei 190°C garen. Der Kürbis ist gar, wenn sich die Schale mit der Fingerspitze eindrücken lässt.
Nach dem Entfernen von Kernen und Fasern bleibt ungefähr die Hälfte des Gesamtgewichts an essbarem Fruchtfleisch übrig.
Kürbis immer waschen!
Die Kürbisschale vor dem Anschneiden immer unter kaltem sauberem Wasser abwaschen. Durch die Messerklinge können Schmutz und Bakterien von der Schale ans Fruchtfleisch gelangen.
Delicata Kürbis
Bild Kürbissorten Schritt 13
Delicata Kürbis ist ein kleiner weißlicher oder gelblicher Kürbis mit grünen Streifen. Er hat einen nussigen, leicht süßen Geschmack und ist vielseitig verwendbar für Ofengerichte, Desserts und Backrezepte mit Kürbis. Vor allem wenn der Kürbis jung ist, kann man die dünne Schale wie beim Hokkaido mitessen.
Eichelkürbis
Bild Kürbissorten Schritt 15
Der Eichelkürbis (engl. Acorn Squash) ist benannt nach seiner Form, er sieht aus wie eine dunkelgrüne Eichel. Das Fruchtfleisch der 400 bis 900 g schweren Eichelkürbisse hat einen leicht süßen Geschmack. Wegen seiner tiefen Rippen lässt sich der Eichelkürbis im rohen Zustand nicht gut schälen, drum wird er meist halbiert oder in Stücke geschnitten und mit Schale im Ofen gebacken, gedämpft oder in der Mikrowelle gegart. Nach dem Garen lässt sich die Schale leicht ablösen.
Halbierte Eichelkürbisse lassen sich ausgezeichnet füllen.

Rezepte mit Eichelkürbis finden Sie hier.
Kürbiskerne
Bild Kürbissorten Schritt 17
Kürbiskerne sind viel zu schade zum wegwerfen. Sie schmecken toll geröstet als gesunde Knabberei. Kerne so gut wie möglich von Fruchtfleisch und Fasern befreien. Wenn Sie die Kerne blitzblank ohne jede Überreste bevorzugen, gründlich unter kaltem Wasser abspülen. Anschließend gut abtropfen und auf Küchenkrepp trocknen lassen, bevor sie zum Rösten in den Ofen kommen.
Kürbiskerne in einer Lage auf einem Backblech verteilen und im vorgeheizten Ofen rösten. Die Temperatur richtet sich danach, was Ihnen wichtiger ist, Geschmack oder Nährwert. Wenn Sie die Kerne bei 75°C 15 bis 20 Minuten rösten, bleiben die gesunden Öle in den Kernen intakt. Durch längeres Rösten bei höherer Temperatur bekommen die Kerne hingegen den typischen stärkeren Röstgeschmack.

Wie man Kürbisse röstet oder Rezepte mit Kürbiskernen finden Sie hier.
Kürbis einfrieren
Bild Kürbissorten Schritt 19
Kürbis lässt sich entweder roh gewürfelt oder als bereits gekochtes Kürbispüree (siehe Tipp) einfrieren.
Um Kürbis roh einzufrieren, Kürbis schälen, Kerne gründlich herauskratzen (ein Grapefruitlöffel eignet sich hierfür besonders gut) und das Fruchfleisch in 2 bis 3 cm große Stücke schneiden. Lose in Gefrierbeutel füllen. Die Beutel nicht überfüllen, weil die gefrorenen Kürbiswürfel sonst aneinanderhaften und es schwierig wird, kleinere Mengen zu entnehmen.
Bild Kürbissorten Schritt 20
Kürbispüree kann man entweder in kleinen Gefrierbeuteln einfrieren oder praktischerweise in Papp- oder Plastikbecher füllen und portionsweise einfrieren. Abgekühltes Püree in die Becher füllen und gefrieren lassen. Dann die Becher kopfüber kurz unter kaltes Wasser halten, damit sich der Inhalt löst. Notfalls lassen sich die Becher auch aufschneiden. Die gefrorenen Kürbisblöcke sofort in Gefrierbeutel packen und wieder einfrieren.
Kürbispüree selbst machen
Kürbispüree lässt sich auf zwei verschiedene Weisen herstellen (dazu gibt's auch ein Video). Entweder Kürbis schälen, Kerne entfernen und Fruchtfleisch in 2 bis 3 cm große Würfel schneiden. In einem Dämpfeinsatz weich dämpfen. Bei der anderen Methode wird der Kürbis je nach Größe halbiert oder geviertelt und mit Schale mit der Schnittseite nach unten auf ein gefettetes oder mit Alufolie ausgelegtes Backblech gelegt. Kürbis im vorgeheizten Ofen bei 200°C solange garen, bis die Schale schrumpelig und das Kürbisfleisch weich ist. Dann das Fleisch mit einem Löffel herauskratzen.
Das fertig gegarte Fruchtfleisch entweder im Standmixer oder mit dem Pürierstab pürieren oder durch ein Passiergerät (Flotte Lotte) streichen.
Kürbiskernöl
Bild Kürbissorten Schritt 22
Kürbiskernöl ist ein Pflanzenöl, das aus den dicken dunkelgrünen Kernen des Steirischen Ölkürbisses (eine Unterart von Cucurbita pepo) hergestellt wird. Es ist dunkelgrün mit rötlicher Fluoreszenz, duftet nach Nuss und hat einen intensiven Geschmack.
Diese kulinarische Spezialität aus der österreichischen Steiermark wird traditionell als Salatöl verwendet. Es schmeckt besonders in Salaten und Blattsalaten, wird aber auch auf Suppen und Nachtische geträufelt.
In der gesunden Küche ist Kürbiskernöl wegen seines hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren, wertvollen Mineralien und Vitaminen beliebt. Es sollte kühl und dunkel aufbewahrt werden und möglichst nicht erhitzt werden.
Beim Einkauf sollte man darauf achten, von der EU geografisch geschütztes Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. zu kaufen, da es garantiert aus der ersten Pressung stammt. Sogenanntes Salatöl wird hingegen aus der zweiten Pressung gewonnen und ist daher qualitativ nicht so hochwertig.
Quelle des Artikels:
Allrecipes

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  • wieder was gelernt
    Hinzugefügt: 29 Okt 2014 Einfach
    regenbogen
    • regenbogen
    • Fortgeschrittener Koch
    • Landshut, Deutschland
    Danke für den tollen Artikel, da bekommt man richtig Lust mal ein paar andere Kürbisssorten auszuprobieren
    Hinzugefügt: 23 Okt 2012 Einfach
    Schlemmermann

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