Blattsalat anbauen

Artikel von: Nadia Hassani  |  Bild von: Ted Rosen
Blattsalat anbauen
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Blattsalat lässt sich leicht aus Samen ziehen. Er wächst die ganze Saison lang. Im Frühling und Herbst gedeiht er am besten in sonniger Lage. Im Sommer braucht Salat etwas Schatten. Hier lesen Sie, wie Sie Salat aussäen, pflegen, ernten und aufbewahren.

Salat kultivieren
Sie können Salat vom Frühlingsanfang bis in den späten Herbst hinein selber anbauen. Im Frühling und Herbst wächst Salat am besten in sonniger Lage, kann aber etwas Schatten tolerieren. Im Sommer, besonders in großer Hitze, braucht Salat zum Gedeihen eine eher schattige Lage. Pflanzen Sie Blattsalat zum Beispiel neben hochwachsenden Pflanzen wie Tomaten als Schattenspender. Sie können Salat aber auch mit einem speziellen Schattennetz vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Salat braucht einen gut wasserdurchlässigen Boden mit einem gemäßigten Anteil an Kompost.

Es gibt eine große Vielfalt an Blattsalat-Sorten (Kopfsalat, Pflück- und Schnittsalat, Romana, Eisbergsalat, Rucola) mit Unterschieden in Form, Farbe, Blattstruktur und natürlich im Geschmack. Die Wachstumszeit umfasst je nach Sorte 40 bis 80 Tage. Damit Sie von Frühling bis Herbst Salat aus Eigenanbau verzehren können, sollten Sie Salat alle zwei Wochen neu aussäen. Eine 1,5 m lange Reihe Salat produziert genug Salat für eine vierköpfige Familie.

Salat gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und sollte deshalb nicht dort ausgesät werden, wo zuvor Artischocken, Chicorée, Löwenzahn, Endiviensalat, Batavia, Topinambur, Radicchio und Estragon angepflanzt waren. Sie können den Salat allerdings im gleichen Jahr mehrmals an der gleichen Stelle aussäen.
Pflanzen oder Samen?
Bild Blattsalat anbauen Schritt 4
Die erste Runde Salatsamen kann ausgesät werden, sobald der Boden im Frühling nicht mehr gefroren ist, auch wenn es nach der Aussaat noch einmal Frost gibt. Sollten die Temperaturen nach dem Keimen unter Minus sinken, schützt ein leichtes Tuch die Keimlinge vor der Kälte.

Wenn Sie die ganze Saison lang Salat ernten möchten, ist es billiger, Salat aus Samen zu ziehen. Das ist recht einfach und auch für unerfahrene Gärntner machbar. Um die erste Salaternte zu beschleunigen, kann es allerdings von Vorteil sein, zu Frühlingsbeginn Setzlinge in einer Gärtnerei kaufen und dann den Rest des Jahres Salat selbst auszusäen. Da Salatkeimlinge winzig sind, ist es nicht zu empfehlen, Keimlinge im Haus zu ziehen und dann in den Garten umzupflanzen.
Salatschwemme vermeiden
Da Salat schnell verdirbt, ist es ist besser, alle zwei Wochen eine kurze Reihe auszusäen, als wenige Male lange Reihen zu pflanzen.
Salat aussäen und ausdünnen
Säen Sie die Samen alle 2 cm in eine maximal 5 mm tiefe Furche aus und bedecken Sie die Samen mit leichter Erde ohne Steine oder Geröll. Wenn Sie die Samen zu tief einpflanzen, schaffen es die winzigen Keimlinge nicht, aus der Erde hervorzuwachsen. Zwischen den einzelnen Reihen mindestens 35 cm Abstand halten.

Die Erde um die Samen muss ständig gleichmäßig feucht gehalten werden. Verwenden Sie eine feine Zerstäuberdüse zum Bewässern, damit Sie die Samen nicht aus der Erde schwemmen.

Sobald die Keimlinge aus der Erde herauswachsen, müssen Sie sie ausdünnen. Dafür jede zweite Pflanze aus der Erde ziehen. Sobald die Keimlinge etwas größer sind, erneut ausdünnen, doch nun können Sie die ausgedünnten Pflanzen zum Verzehr verwenden. Etablierte Salatpflanzen sollten einen Abstand von mindestens 8 cm voneinander haben.
Pflege der Salatpflanzen
Gießen Sie die Salatpflanzen bei trockenem Wetter mehrmals in der Woche. Eine ständige Wasserzufuhr sorgt für besonders zarten, knackigen Salat. Dabei ist häufiges, leichtes Wässern besser als tiefe Bewässerung. Gießen Sie die Wurzeln, nicht die Blätter und wässern Sie nicht zuviel, sonst fangen die Wurzeln an zu verfaulen.

Die Wurzeln der Salatpflanze wachsen nicht sehr tief in die Erde hinein. Beim Unkraut jäten daher gut aufpassen, damit Sie die Wurzeln nicht verletzen.

Düngen Sie die jungen Salatkeimlinge das erste Mal mit einem Dünger aus gleichen Anteilen an Stickstoff, Phosphor und Pottasche und etwa 3 Wochen später erneut.
Salat in Töpfen ziehen
Salat lässt sich einfach in Töpfen ziehen, sowohl aus Samen als auch aus Setzlingen. Da Salatpflanzen recht kleine Wurzelballen haben, können sie sogar in langen Blumenkästen am Fenster angepflanzt werden (siehe Topfkultur).
Ernte und Aufbewahrung von Salat
Der Salat kann geerntet werden, wenn die Blätter die auf dem Samenpäckchen angegebene Größe erreicht haben oder wenn die Salatblätter sich nach innen neigen und einen Kopf bilden. Entfernen Sie die gesamte Pflanze mit den Wurzeln vorsichtig mithilfe einer kleinen Gartenschaufel aus dem Erdreich. Gehen Sie behutsam vor, um die Wurzeln der umliegenden Pflanzen nicht zu verletzen.

Lagern Sie den geernteten Salat im Kühlschrank. Damit er nicht austrocknet, können Sie ihn in ein feuchtes Geschirrtuch oder Küchenkrepp wickeln. Blattsalat bleibt auf diese Weise 2 bis 3 Tage knackig. Je kleiner die Blätter sind, desto schneller verdirbt der Salat. Ein ganzer, fester Kopfsalat hält sich dagegen bis zu 2 Wochen im Kühlschrank.
Wenn Salat bitter schmeckt
Zuviel Sonne und Hitze können den Salat im Sommer bitter werden oder schießen lassen. Wenn der Salat schießt, welken die Salatblätter und die Pflanze bildet Samenanlagen aus. Um das zu verhindern, sollten Sie Salat in den Sommermonaten im Schatten anbauen oder spezielle hitzebeständige Salatsorten anpflanzen.
Rezepte mit Blattsalat finden Sie hier.

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Quelle des Artikels:
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