Erdbeeren anbauen

Artikel von: Nadia Hassani  |  Bild von: Ted Rosen
Erdbeeren anbauen
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Erdbeeren lassen sich recht leicht anbauen, ob Sie nun einen Garten oder einen kleinen, sonnigen Balkon haben. Erdbeerpflanzen haben ein oberflächennahes Wurzelsystem und lassen sich deshalb sehr gut in Töpfen ziehen. Wählen Sie krankheitsresistente Erdbeersorten, die für Ihr Klima geeignet sind, dann können Sie mit köstlichen Erdbeeren rechnen. Auch in der Zeit, wenn die Erdbeerpflanzen keine Früchte tragen, bilden die Pflanzen einen attraktiven Bodenbewuchs. Hier erfahren Sie, wie Sie die richtigen Erdbeersorten auswählen, pflanzen und pflegen und wie die Erdbeeren am besten geerntet werden.

Erdbeeren kultivieren
Erdbeeren sind winterfeste, mehrjährige Pflanzen. Sie sollten in sonniger Lage in gut wasserdurchlässigem, mit Kompost vermischtem Boden angepflanzt werden.

Es gibt zwei Typen von Erdbeeren: Gartenerdbeeren und Monatserdbeeren.

Gartenerdbeeren müssen im Frühling angepflanzt werden und tragen erst im zweiten Jahr Früchte. Im ersten Jahr müssen alle Blüten entfernt werden, damit die Erdbeerpflanze im nächsten Jahr umso kräftiger wächst. Die ersten Erdbeeren kann man zum Sommeranfang ernten und die Pflanze liefert ca. 2-3 Wochen lang Früchte.


Monatserdbeeren (Walderdbeeren) tragen über einen längeren Zeitraum Beeren und produzieren vom Sommeranfang bis in den Herbst hinein. Monatserdbeeren können im Herbst oder Frühling angepflanzt werden. Die Früchte der Monatserdbeeren sind kleiner als von Gartenerdbeeren.

Es gibt tausende unterschiedliche Erdbeersorten, von denen viele für spezielle Klimabereiche entwickelt wurden. Kaufen Sie Ihre Erdbeerpflanzen in einer Gärtnerei in Ihrer Nähe. Fragen Sie außerdem Nachbarn und andere Hobbygärtner in Ihrer Umgebung, welche Erdbeersorten sie anbauen. Da Erdbeeren für eine Reihe von Krankheiten anfällig sind, unbedingt krankheitsresistente Varianten auswählen.

Erdbeeren wachsen sehr schnell. Vor allem Gartenerdbeeren können mit ihren zahlreichen Ablegern rasch eine große Gartenfläche bewachsen und müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, sonst leiden die Nachbarpflanzen.
Erdbeeren pflanzen
Pflanzen Sie Erdbeeren nicht dort an, wo Sie in den Jahren zuvor Tomaten, Kartoffeln, Okra, Auberginen oder Himbeeren angebaut haben, da diese Pflanzen Krankheiten im Boden hinterlassen haben könnten, die anschließend Erdbeeren befallen.

Auch ehemalige Grasflächen sind ungeeignet, da in der Erde Käferlarven versteckt sein könnten, die dann Ihre Erdbeeren befallen können.

Bei der Anpflanzung im Frühling solange warten, bis der Boden weich genug ist, um sich leicht bearbeiten zu lassen.

Vor dem Pflanzen die Erde bis zu einer Tiefe von 15 bis 20 cm umgraben und eine großzügige Menge an Kompost und alle 10 Quadratmeter ca. 500 g ausgewogenen Dünger (gleiche Anteile an Stickstoff, Phosphor und Kalium) einarbeiten.

Wenn Sie die Erdbeeren nach dem Kauf nicht sofort einpflanzen, die Pflanzen im Schatten oder bis zum Einpflanzen im Kühlschrank lagern. Die Wurzeln 30 Minuten vor dem Anpflanzen in Wasser einweichen, damit sie beim Einpflanzen nicht austrocknen.

Graben Sie mit einer Handschaufel eine V-förmige Grube, die groß genug für die Erdbeerpflanze mitsamt Wurzeln ist. Setzen Sie die Pflanze in die Grube und füllen Sie das Loch mit Erde. Drücken Sie diese vorsichtig mit den Händen fest.

Gartenerdbeeren in Reihen mit einem Abstand von 1 m und jeweils 45 bis 60 cm Abstand zwischen den Pflanzen anpflanzen und dafür sorgen, dass das Wurzelsystem komplett mit Erde bedeckt ist. Die so genannten Kronen oder Herzen der Erdbeerpflanzen, aus denen sich später das Blattwerk und die Blütenstängel entwickeln, sollten sich in Höhe der Erdoberfläche befinden.

Monatserdbeeren werden auf die gleiche Weise angepflanzt, brauchen allerdings etwas weniger Platz als Gartenerdbeeren. Bei ihnen reicht ein Abstand von 30 cm zwischen den Pflanzen und 75 cm zwischen den Reihen.

Gleich nach dem Einpflanzen müssen die Erdbeeren tief gewässert werden. Gießen Sie die Erdbeeren oft und die ganze Saison hindurch. Ihr oberflächliches Wurzelsystem macht die Pflanzen anfällig für Verdunstung. Lieber weniger, aber dafür häufiger gießen. Gießen Sie aber auch nicht zu viel, denn ein sumpfiger Boden und überschwemmte Wurzeln verwässern den Geschmack und das Aroma der Erdbeeren.
Schlechte Nachbarn für Erdbeeren
Erdbeeren hemmen das Wachstum von Pflanzen, die zur Familie der Kreuzblütler gehören. Pflanzen Sie Erdbeeren also nicht neben Brokkoli, Weißkohl, Blumenkohl, Grünkohl, Kohlrabi oder andere Vertreter dieser Pflanzenfamilie.
Pflege der Erdbeeren
Bild Erdbeeren anbauen Schritt 6
1. Die Blüten der Gartenerdbeeren müssen im ersten Jahr abgezwickt werden. Dies hilft der Pflanze dabei, Energie zu sammeln und erhöht den Ernteertrag im zweiten Jahr erheblich.

Wenn Sie Monatserdbeeren im Frühling anpflanzen, sollten Sie alle Blüten im Frühsommer abzwicken, damit sich die Pflanzen etablieren können. Im ersten Jahr können Sie sich auf Erdbeeren im Spätsommer freuen und in den darauffolgenden zwei Jahren den ganzen Sommer lang.
2. Mulch aus 2 bis 5 cm langem Stroh zwischen den einzelnen Reihen spart Wasser und vermindert Unkrautwachstum. Zusätzlich sollten Sie die Erdbeeren vor dem Wintereinbruch als Kälteschutz mit einer Schicht aus 10 cm langen Strohhalmen abdecken. Mulch locker über den Pflanzen verteilen, so dass er nicht zusammenklumpt. Nach dem letzten Frost im Frühling die Pflanzen aufdecken, aber das Stroh nicht entfernen, sondern zur Verdunstungskontrolle und Unkrautvermeidung zwischen den Reihen liegen lassen.
Bild Erdbeeren anbauen Schritt 8
3. Jede Erdbeerpflanze bildet zahlreiche Ableger aus, die neue Pflanzen bilden. Lassen Sie die Pflanzen jeweils nicht mehr als 6 Ableger im Abstand von jeweils 10 bis 15 cm entwickeln. Alle weiteren Ableger im ersten Jahr entfernen. Im zweiten Jahr auch die Ableger entfernen, die zwischen den Reihen wachsen.
4. Im Frühling oder Spätsommer auf je 10 Quadratmeter Erdbeerpflanzen den Boden mit 500 g Dünger aus gleichen Anteilen an Stickstoff, Phosphor und Kalium düngen. Danach die Pflanzen mit sauberem Wasser absprühen, um Düngerrückstände von den Blättern zu spülen.
Erdbeeren ernten und lagern
Erdbeeren werden mit dem Blütenansatz abgepflückt. Erdbeeren mit Stiel mit Daumennagel und Zeigefinger von der Pflanze abzwicken und Erdbeeren vorsichtig in flachen Behältern lagern, damit sie nicht zerdrückt werden. Gleich nach dem Pflücken im Kühlschrank aufbewahren und erst kurz vor dem Verzehren waschen, damit sie nicht weich werden oder schimmeln. Frisch gepflückte Erdbeeren halten sich 2-3 Tage im Kühlschrank.
Lebensdauer der Erdbeerpflanzen
Erdbeerpflanzen erreichen den Höhepunkt ihrer Produktivität nach 2-3 Jahren. Danach lässt der Ernteertrag langsam nach und die Pflanzen gehen ein. Sobald die Erdbeerpflanze keine Früchte mehr produziert, samt den Wurzeln entfernen. Um sich einen ständigen Nachschub an Erdbeeren zu sichern, neue Erdbeeren an einer anderen Stelle im Garten anpflanzen, sobald die vorhandenen Erdbeerpflanzen 3 Jahre Jahre alt sind. Es ist wichtig, immer wieder neue, krankheitsresistente Pflanzen anzupflanzen und nicht Ableger der alten Pflanzen zu nehmen, da diese von Krankheiten befallen sein könnten.
Erdbeeren in Töpfen ziehen
Obwohl sich auch Gartenerdbeeren in Töpfen anbauen lassen, eignen sich Monatserdbeeren am besten für die Topfkultur. Sie bilden weniger Ableger aus und versorgen Sie die ganze Saison lang mit Erdbeeren. Auch Erdbeerpflanzen im Topf müssen alle 2-3 Jahre ersetzt werden. Lesen Sie mehr dazu im Artikel Topfkultur.
Rezepte mit Erdbeeren finden Sie hier.

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Quelle des Artikels:
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