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Knoblauch anbauen

Artikel von: Nadia Hassani  |  Bild von: Ted Rosen
Knoblauch anbauen
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Es gibt viele verschiedene Arten von Knoblauch. Knoblauch braucht zum Gedeihen eine sonnige Lage mit humusreichem Boden. Knoblauch, der vor dem ersten Herbstfrost angepflanzt wird, kann im darauffolgenden Sommer geerntet werden. Knoblauch lässt sich gut einlagern. Die Scheindolden, die im Frühling entstehen, müssen abgeschnitten werden und sind eine Köstlichkeit für sich.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die richtige Knoblauchsorte auswählen, einpflanzen, pflegen und wie Sie Knoblauch ernten.

Knoblauch kultivieren
Knoblauch wird im Herbst angepflanzt und ist im nächsten Sommer reif zum Ernten. Knoblauchpflanzen benötigen eine verlängerte Kälteperiode, damit eine Knoblauchzehe zu einer neuen Knoblauchknolle werden kann.

Jede Zehe produziert eine neue Knolle. Da nicht alle Zehen keimen, sollten Sie ca. 15% Zehen extra pflanzen.

Große, gesund aussehende Zehen eignen sich am besten zum Einpflanzen. Knoblauch aus dem Supermarkt ist allerdings ungeeignet, da er in der Regel mit wachstumshemmenden Chemikalien behandelt wurde oder aus anderen Klimazonen stammt. Verwenden Sie speziellen Saatknoblauch aus der Gärtnerei oder unbehandelten Knoblauch aus einer vertrauenswürdigen lokalen Quelle.

Knoblauch braucht eine sonnige Lage mit lockerem, gut wasserdurchlässigem Boden, der mit organischen Materialien und Kompost angereichert ist.

Als Mitglied der Familie der Liliengewächse sollte Knoblauch nur dort angepflanzt werden, wo im Vorjahr keine Mitglieder der gleichen Pflanzenfamilie wie Zwiebeln, Lauch, Schalotten oder Frühlingszwiebeln gewachsen sind.

Knoblauch wehrt wegen seines starken Aromas viele Gartenschädlinge ab und ist damit ein idealer Nachbar für die meisten Gemüsepflanzen. Ausnahmen bilden Bohnen, Erbsen, Petersilie und Salbei, die neben Knoblauch nicht gut gedeihen.
Knoblauchsorten
Es gibt zwei Hauptsorten von Knoblauch: den eigentlichen Kulturknoblauch und Schlangenknoblauch oder Rockenbolle. Schlangenknoblauch wird oft wegen seines dekorativen Charakters für Kränze und Flechten angebaut. Kulturknoblauch ist die bevorzugte Knolle für Hobbygärtner, da er weniger krankheitsanfällig ist und sich gut einlagern lässt. Elefantenknoblauch mit besonders großen Zehen ist botanisch kein Knoblauch, wird aber genauso angebaut wie Knoblauch.

Für jede der zwei Hauptkategorien gibt es zahlreiche Knoblauch-Untersorten: weißen, roten oder violetten, milden oder kräftigen, früh- oder spät-reifenden Knoblauch.
Anbau im Herbst
Die beste Zeit für den Anbau von Knoblauch ist der Frühherbst. Wählen Sie den Zeitpunkt so, dass dem Knoblauch mehrere Wochen vor dem ersten Frost Zeit bleiben, um ein Wurzelsystem zu etablieren, das die Pflanze bei kaltem Wetter im Boden hält. Wenn der Knoblauch zu früh im warmen Herbstwetter gepflanzt wird, kann er Scheindolden ausbilden, die der Pflanze vor dem Winter unnötig Kraft entziehen.
Knoblauch anpflanzen
1. Teilen Sie die Knoblauchknolle vorsichtig in einzelne Zehen auf. Alle Zehen wegwerfen, die krank oder verfärbt aussehen.
2. Eine 5 cm tiefe Furche in den Boden graben und Knoblauchzehen in einem Abstand von 15 cm mit der Spitze nach oben hineinsetzen. Die einzelnen Reihen sollten jeweils 30 cm voneinander entfernt sein. Markieren Sie die Reihen mit einem Bambusstab o.ä.

Genügend Abstand ist beim Knoblauchpflanzen sehr wichtig. Außerdem braucht man beim Ernten ausreichend Platz, um die Knollen problemlos mit einer Schippe aus der Erde zu schaufeln, ohne benachbarte Knollen zu verletzen.
3. Bedecken Sie die Zehen nach dem Pflanzen mit Erde und mulchen Sie zusätzlich mit einer 8-10 cm dicken Schicht lockerem, sauberem Stroh. Das hilft, Unkraut und Temperatur zu kontrollieren und Verdunstung zu vermindern.
Knoblauch eignet sich nicht für die Topfkultur
Da Knoblauchpflanzen relativ tiefe Wurzeln ausbilden, ist Topfkultur nicht empfehlenswert. Wenn Sie keinen Garten haben und trotzdem Knoblauch in Töpfen anbauen möchten, sollte der Topf mindestens 20 cm tief sein und mit Stroh, Mulch oder Erde gegen Kälte isoliert werden.
Pflege der Knoblauchpflanzen
Knoblauch braucht nur wenig Pflege. Regelmäßiges Unkrautjäten ist allerdings wichtig, denn Knoblauch wächst zum Großteil unter der Erde und kann daher Unkraut auf der Erdoberfläche nicht bekämpfen. Einen Kultivator zum Unkraut jäten verwenden und nicht zu tief jäten, damit die Knollen unter der Erde nicht verletzt werden.

Vom ersten Erscheinen im Frühling bis zur ausgewachsenen Knoblauchpflanze in der Mitte des Sommers braucht der Knoblauch jede Woche etwa zwei daumenbreit Wasser. Jede Knolle muss tief bewässert werden. Gießen Sie jedoch nicht zu ausgiebig, denn in durchnässter, matschiger Erde können die Knoblauchknollen verrotten.

Düngen Sie die Pflanzen dreimal mit einem Dünger mit hohem Stickstoffanteil: Das erste Mal beim Einpflanzen, das zweite Mal zu Beginn des Frühjahrs, wenn sich die ersten Keime zeigen, und das dritte Mal am Ende des Frühjahrs.
Scheindolden entfernen
Bild Knoblauch anbauen Schritt 14
1. Im späten Frühling / frühen Sommer produziert jede Knoblauchpflanze Blütenstände, die man als Scheindolden bezeichnet.
Bild Knoblauch anbauen Schritt 15
2. Schneiden Sie diese Scheindolden so schnell wie möglich ab, damit sie auf keinen Fall zum Blühen kommen. Auf diese Weise kann die Pflanze ihre ganze Kraft in die Produktion größerer Knollen stecken.
Knoblauch ernten und lagern
Bild Knoblauch anbauen Schritt 17
1. Sobald 40-60% der Blätter in der Mitte des Sommers gelb geworden sind, ist der Knoblauch bereit zur Ernte. Graben Sie probeweise ein paar Knollen aus. Die Knollen sollten noch fest mit dem Stielansatz verbunden sein, die äußere Haut sollte trocken und die Knolle gut sichtbar in die einzelnen Segmente aufgeteilt sein.
Bild Knoblauch anbauen Schritt 18
2. Die Zehen sollten jedoch nicht vom Stielansatz abstehen. Wenn dies der Fall ist, sind Sie etwas spät dran mit der Ernte. Der Knoblauch ist immer noch genießbar, ist jedoch nicht mehr so gut haltbar.
Bild Knoblauch anbauen Schritt 19
3. Mit einer Schaufel tief in die Erde graben und dabei mindestens 10 cm Abstand von der Pflanze halten. Dann die Schaufel vorsichtig unter die Knolle drücken und diese vorsichtig aus dem Boden hebeln, ohne die Knolle zu beschädigen.
4. Die ganze Pflanze vorsichtig aus der Erde heben und überschüssige Erde abschütteln. Knoblauch nicht waschen, da er sonst anfängt zu verrotten.
Bild Knoblauch anbauen Schritt 21
5. Knoblauch an einem dunklen, trockenen Ort mit guter Luftzirkulation auslegen, am besten auf einem Gitter und mit etwas Abstand vom Boden. Die Knollen sollten einander nicht berühren. Knoblauch mehrere Tage trocknen lassen, bis die zwei äußeren Häute trocken sind und sich wie dünnes Papier anfühlen.
Knoblauch lagern
1. Die Haut der Knoblauchzehen nun sauber reiben, z.B. mit einem feuchten Tuch. Dann die Stiele an der Oberseite der Knolle und die Wurzeln nahe an der Knollenbasis abschneiden.
Bild Knoblauch anbauen Schritt 24
2. Knoblauch in Bündeln zusammenbinden und an einem dunklen und kühlen Ort aufhängen. Plätze mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, wie zum Beispiel Kellerräume, eignen sich am besten. In trockener Umgebung trocknet der Knoblauch schneller aus. Knoblauch nicht im Kühlschrank aufbewahren, da er sonst zu keimen beginnt.
Knoblauch als Saatgut
Einige makellose Knollen aus dem Eigenanbau beiseite legen, um sie im Herbst als Saatgut zu verwenden. Saatknoblauch ebenfalls an einem dunklen, kühlen Ort lagern.
Rezepte mit Knoblauch finden Sie hier.

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Quelle des Artikels:
Allrecipes

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